Verslaven

Ein Blog von mit für über unter um … Slaven

Endlich mal wieder Trubar ;-)

Nachdem schon hier und da mal auf verslaven von Trubar die Rede war, heute mal wieder eine kurze Erwähnung. In der Uni-Bibliothek in der Wilhelmstr. in Tübingen sind immer wechselnde mini-Ausstellungen zu verschiedensten Themen. Die aktuelle dreht sich um Primož Trubar, der hier die slowenische Schriftsprache begründete.

Immerhin ist hier mal wieder was in breiter Öffentlichkeit, was sich über Slowenien dreht…

Der Anlass der Ausstellung dürfte nicht allzu schwer herauszufinden sein ;-)

Juni 3, 2008 Verfasst von Dietmar | Geschichte, Slowenisch | , | Noch keine Kommentare

Rejs – der Kultfilm

moin, ich habe zwar schon lange nichts mehr hier geschrieben, aber gestern habe ich eine traumatische Erfahrung durchgemacht und muss sie – quasi auf der Couch liegend – hier mal loswerden.

Da ich im alltäglichen Leben immer wieder auf Zitate und Anspielungen aus polnischen Komödien stieß, die in mir immer nur ein Schulterzucken verursachten, sah ich mich gezwungen, was dagegen zu unternehmen. Also lieh ich mir gestern DIE Kultkomödie schlecht hin aus: Rejs.

rejsDiesen Film muss man einfach gesehen haben – haben mir alle gesagt. Und meistens ging es dann schon los, dass irgendwer irgendwas aus dem Film zitierte – sich dabei köstlich amüsierend.

Also: DVD rein, Film an – und …

… nun …

… was soll ich sagen … ?…

… vielleicht: grottenschlecht und langweilig?

Ja, ich glaube, diese Beschreibung trifft es ganz gut. Dieser Film hat KEINE Story whatsoever, keine Aktion, da geschieht einfach nichts. Ne Runde von 30 Leuten vielleicht auf einem Weichseldampfer, die einige Tage lang herumschippern. Sinnlose Aktionen, noch sinnlosere Texte. Gelacht habe ich kein einziges Mal.

Die einzige gute Szene war die, in der einer sich über das polnische Kino aufregte: „Da geschehe einfach nichts, und die Dialoge seien auch bescheiden.“ Recht hat er. Diese schon fast Dadaistische Szene war also für mich der Höhepunkt des Films.

Meine Verlobte (selbst Polin und Fan des Films) konnte mein Nichtverstehen natürlich nicht verstehen und war, glaub ich, etwas enttäuscht, dass ich dieses Meisterstück des Polnischen Films (1999 wurde er zum interessantesten polnischen Film des 20 Jahrhunderts gewählt) nicht lustig oder gut fand.

Na ja, ich hoffe, dass es dennoch noch bessere Kult-komödien gibt, denn sonst habe ich in der nächsten Zeit wenig zum Lachen: Schließlich nahm ich mir vor, alle wichtigen Komödien in Polen anzugucken.

Aber nun zur obligatorischen Verslaven-Frage-Runde:

Wie geht es euch so mit den slavischen Kultfilmen: habt ihr schon welche geschaut: waren die

  • Super
  • Gut
  • Gehtso
  • Schlecht
  • ReichmirmaldenEimerbitteichmussgleichkotzen

oder welche andere Erfahrungen verbinden euch mit dem russischen, polnischen, slowenischen, {bitte Land der Wahl eintragen} Kino?

bin gespannt auf eure Antworten

Februar 22, 2008 Verfasst von kairos | Filme, Fun, Geschichte, Kultur, Polnisch | | 3 Kommentare

Straßenschlachten…

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… sehen in Slowenien noch etwas anders aus :-)

gesehen bei den mittelalterlichen Tagen in Ljubljana am 09.09.07 (mehr davon)

September 19, 2007 Verfasst von Dietmar | Geschichte, Slowenisch | | Noch keine Kommentare

Primož Trubar

Ich habe 2005 auf dem Sprachkurs in Portorož einen Artikel über Primož Trubar geschrieben, über den ich heute wieder gestolpert bin. Ich habe mir gedacht, ich könnte ihn eigentlich auch veröffentlichen. Auf meiner Homepage steht der Artikel auch auf Slowenisch zur Verfügung, in Kürze auch auf Englisch. Im Folgenden die deutsche Übersetzung:

Primož Trubar war ein sehr bedeutender Mensch für die slowenische Sprache und Kultur. Er hat nämlich das erste Buch in slowenischer Sprache, sowie die erste slowenische Rechtschreibung herausgegeben. Heute wissen wir, dass auch noch ältere Dokumente in slowenischer Sprache existieren, Trubar kannte diese jedoch nicht und sie sind auch nicht so bedeutend für die slowenische Sprache wie Trubars Arbeit. Mit seiner Arbeit wollte es Trubar Anderen ermöglichen, auf slowenisch zu schreiben und dass sie so auch leichter Lesen und Schreiben lernen konnten. Es gab zuvor auch kein Hoch-Slowenisch, sondern nur Dialekte. Trubar hatte klare Ziele mit seinem Werk.
Primož Trubar wurde vermutlich am 8. Juni 1508 in Raščica in Unterkrain geboren. Als er 12 Jahre alt war, besuchte er die Klosterschule in Reka. Später ging er 2 Jahre lang in Salzburg zur Schule, während der Zeit verdiente er etwas Geld als Kirchensänger. Danach arbeitete er in Triest als persönlicher Angestellter des Triester Bischofs und abermals als Sänger in der Kirche. Im Alter von nur 19 Jahren begann Trubar als Pfarrer in Loka bei Zidani Most zu arbeiten. Später ging er nach Wien, um dort abermals zu studieren. Nach dem Studium nahm er wieder eine Stelle als Pfarrer in Laško an.

In Laško fing er an, während der Messen humanistische Lehren zu verbreiten. Dies kam in der Gemeinde gar nicht an, weswegen er gezwungen war, seinen Wirkungskreis nach Ljubljana zu verlegen. Dort fing er an, die Lehren Luthers zu besprechen, was auf Missfallen beim Staatsoberhaupt fiel. Trubar musste wieder nach Triest.

1548 begab er sich nach Deutschland, weil er der Überzeugung war, dass die Verbreitung reformatorischer Lehren leichter wäre, wenn es Bücher in slowenischer Sprache gäbe.

Zuerst gab er einen slowenischen Katechismus heraus und ein Jahr später das „abecedarium“, die erste slowenische Rechtschreibung. Mit diesen Büchern wollte er den Slowenen das Erlernen von Lesen und Schreiben erleichtern. Zudem war es für Trubar mit diesen Büchern einfacher, seine Lehren den Slowenen mitzuteilen während er in Deutschland war. Trubar war also der Vater der slowenischen Literatur, obwohl das nicht sein Ziel war. Die ersten seiner Werke (nämlich den Katechismus und das „abecedarium“) bezahlte Trubar aus eigener Tasche und gab sie kostenlos heraus.

Später gab Trubar geistliche Bücher heraus. Zudem übersetzte er das Neue Testament ins Slowenische. Er half auch bei der Herausgabe kroatischer Bücher und war im Kontakt mit den Anhängern Zwinglis in der Schweiz.

Mai 12, 2007 Verfasst von Dietmar | Geschichte, Slowenisch, Sprache | | 1 Kommentar

Männer-Tag

Am 23.2. wird in Russland der „Tag des Verteidigers“ als „Männer-Tag“ gefeiert. Gibt’s bei „Euch“ auch sowas?

Februar 21, 2007 Verfasst von Blümeli | Geschichte, Kultur | | 7 Kommentare

Zur Kartoffel…

Melly hat es also richtig erraten – Kartoffel haben heißt auf Slowenisch ganz einfach Glückspilz sein. Ich habe eine slowenische Seite gefunden, die die Herkunft des Ausdruckes erklärt (auf Slowenisch).

Demnach kommt die Phrase aus der Zeit der k.u.k.-Monarchie, als Kartoffelfelder von Bauern vernichtet wurden, weil sie was gegen diese neue Pflanze hatten, zu derer Anbau man sie verpflichtet hatte. So hieß es, die Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee “hatten Kartoffel”, weil sie die Kartoffelfelder vor den Bauern bewachen mussten, anstatt an lebensgefährlichen Kämpfen beteiligt zu sein.

Der Ausdruck mag sich auch deswegen erhalten haben, weil Kartoffelbesitzer weniger unter Hungersnöten litten als Kartoffelgegner…

Also, ich mag krompir sehr, vor allem bio krompir. Heute habe ich sie mit kislo zelje zubereitet (typisch deutsch, sagen da manche, oder?)

Dezember 13, 2006 Verfasst von alcessa | Essen, Geschichte, Slowenisch, Sprache | | 3 Kommentare

Ein Deutscher in Polen berichtet

Auch wenn ihn die meisten Deutschen nicht kennen: er ist dennoch der berühmteste Deutsche in Polen (gleich hinter Erika Steinbach natürlich – wie du kennst Erika Steinbach nicht? Das ist die Frau, die sich zum Ziel gesetzt hat, die deutsch-polnischen Beziehungen zu strapazieren).

Steffen Möller.
Ein Deutscher (kein halber, wie ich), der in Polen lebt und einer der beliebtesten Kabarettisten ist.

Der hat auf jeden Fall mal wieder einen guten Kommentar zum Thema deutsch-polnische Beziehungen geschrieben: Die lange Lunte eines Witzes – auf jeden Fall lesenswert.

ist sogar auf deutsch.

November 19, 2006 Verfasst von kairos | Geschichte, Kultur, Polnisch | | 5 Kommentare