Better late than never ;-)
Privet,
hier kommt nun der Versuch, unsere Grammatik-sessions ins Rollen zu bringen. Dachte, wir könnten ja mal mit dem Genus des Substantivs beginnen. Hab einfach mal wieder eine Tabelle erstellt, die Ihr dann ergänzen könnt, ok? Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr ja außerdem raten, was die Russkij-Wörter bedeuten.
Liebe Grüße,
Mellytschka
| Russisch | Slowenisch | Polnisch | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mas ku li na |
endungslos auf harten oder weichen (-’ oder -j) Konsonant im Stammauslaut |
stol gorod den‘ muzej |
keine spezielle Endung | stol muzej dan Ausnahmen, wie z.B. avto |
. | . |
| Fe mi ni na |
-a - (i)ja einzelne auf -’ |
karta derevnja familija noč‘ |
-a -ost -ev |
karta miza nevarnost rešitev Ausnahmen, wie z.B. noč |
. | . |
| Neu tra |
- o - (i)e - ё |
slovo morje sdanije bel’ё |
-e -o |
slovo morje Ausnahmen fallen mir gerade keine ein, aber es gibt sie sicher… |
. | . |
Primož Trubar
Ich habe 2005 auf dem Sprachkurs in Portorož einen Artikel über Primož Trubar geschrieben, über den ich heute wieder gestolpert bin. Ich habe mir gedacht, ich könnte ihn eigentlich auch veröffentlichen. Auf meiner Homepage steht der Artikel auch auf Slowenisch zur Verfügung, in Kürze auch auf Englisch. Im Folgenden die deutsche Übersetzung:
Primož Trubar war ein sehr bedeutender Mensch für die slowenische Sprache und Kultur. Er hat nämlich das erste Buch in slowenischer Sprache, sowie die erste slowenische Rechtschreibung herausgegeben. Heute wissen wir, dass auch noch ältere Dokumente in slowenischer Sprache existieren, Trubar kannte diese jedoch nicht und sie sind auch nicht so bedeutend für die slowenische Sprache wie Trubars Arbeit. Mit seiner Arbeit wollte es Trubar Anderen ermöglichen, auf slowenisch zu schreiben und dass sie so auch leichter Lesen und Schreiben lernen konnten. Es gab zuvor auch kein Hoch-Slowenisch, sondern nur Dialekte. Trubar hatte klare Ziele mit seinem Werk.
Primož Trubar wurde vermutlich am 8. Juni 1508 in Raščica in Unterkrain geboren. Als er 12 Jahre alt war, besuchte er die Klosterschule in Reka. Später ging er 2 Jahre lang in Salzburg zur Schule, während der Zeit verdiente er etwas Geld als Kirchensänger. Danach arbeitete er in Triest als persönlicher Angestellter des Triester Bischofs und abermals als Sänger in der Kirche. Im Alter von nur 19 Jahren begann Trubar als Pfarrer in Loka bei Zidani Most zu arbeiten. Später ging er nach Wien, um dort abermals zu studieren. Nach dem Studium nahm er wieder eine Stelle als Pfarrer in Laško an.
In Laško fing er an, während der Messen humanistische Lehren zu verbreiten. Dies kam in der Gemeinde gar nicht an, weswegen er gezwungen war, seinen Wirkungskreis nach Ljubljana zu verlegen. Dort fing er an, die Lehren Luthers zu besprechen, was auf Missfallen beim Staatsoberhaupt fiel. Trubar musste wieder nach Triest.
1548 begab er sich nach Deutschland, weil er der Überzeugung war, dass die Verbreitung reformatorischer Lehren leichter wäre, wenn es Bücher in slowenischer Sprache gäbe.
Zuerst gab er einen slowenischen Katechismus heraus und ein Jahr später das „abecedarium“, die erste slowenische Rechtschreibung. Mit diesen Büchern wollte er den Slowenen das Erlernen von Lesen und Schreiben erleichtern. Zudem war es für Trubar mit diesen Büchern einfacher, seine Lehren den Slowenen mitzuteilen während er in Deutschland war. Trubar war also der Vater der slowenischen Literatur, obwohl das nicht sein Ziel war. Die ersten seiner Werke (nämlich den Katechismus und das „abecedarium“) bezahlte Trubar aus eigener Tasche und gab sie kostenlos heraus.
Später gab Trubar geistliche Bücher heraus. Zudem übersetzte er das Neue Testament ins Slowenische. Er half auch bei der Herausgabe kroatischer Bücher und war im Kontakt mit den Anhängern Zwinglis in der Schweiz.
Grammatika?
Hey Leute,
erinnert Ihr Euch dran, dass wir vor grauen Urzeiten irgendwann mal so’ne Grammatik-session einleiten wollten? Hättet Ihr noch Zeit und Lust dazu? Denn bei mir sieht’s nun so aus, dass ich es genieße, wieder Kapazitäten frei zu haben, um mich mehr dem Russischen zu widmen (hab mir heut mal 2 Russkij-DVDs zugelegt, um wieder reinzukommen
). Also, wenn Ihr noch Bock hättet, fänd ich’s klasse, „unsere“ verslavenen Sprachen jetzt dann mal systematisch durchzuackern. Na?
Tunnelblick
Habe gestern den ADAC-Newsletter bekommen, in dem von Tunnel-Tests in verschiedenen europäischen Ländern die Rede war, eine umfangreiche Liste gibt es hier. Der Karawankentunnel hat ein „gut“ bekommen, bietet aber keine Notausgänge und ist teuer. Außerdem gehört er wohl zur österreichischen Verwaltung, da als Homepage die Asfinag angegeben ist. Versteckt in den Ergebnissen aus 2006 ist noch der Loibl-Tunnel mit „gut“ bewertet. Dieser ist durchaus interessant, es gibt neben der schönen Aussicht auf der slowenischen Seite die (weniger schönen) Überreste eines Arbeitslagers zu sehen, von dem aus während des 2. Weltkrieges der Tunneldurchbruch gemacht wurde. Der Tunnel wurde laut ADAC erst in der 60-ern in Betrieb genommen, was mich dann etwas erstaunt hat.
Der Tunnel unten in Primorska, bei der riesigen Autobahnbrücke hat „sehr gut“, der Tunnel bei Trojane „gut“ bekommen. Zumindest den Tunnel bei Trojane lohnt es sich unter Umständen zu umfahren, weil zum Einen die Maut zwischen Ljubljana und Maribor unverschämt teuer ist und zum Anderen es in Trojane recht leckere Berliner (krof) gibt. Vom Parkplatz aus kann man zudem eine sehr schöne Aussicht genießen
neues Wörterbuch
Ok, noch etwas Eigenwerbung vor dem Schlafengehen
Habe eben noch mein slowenisch-deutsch-slowenisches Wörterbuch mit etwas mehr Daten ausgestattet, so dass es jetzt 2261 Einträge hat. Das Ganze läuft unter Windows 2000 und XP (ältere Versionen und Vista noch nicht getestet). Die Zip-Datei beinhaltet 2 Dateien, die im selben Verzeichnis sein müssen. Theoretisch müsste das Programm auch unter Linux und MacOS zum Laufen zu bringen sein, da es die Entwicklungsumgebung auch für diese Systeme gibt.
Die Einträge sind zwar noch zuwenig, um das Wörterbuch richtig produktiv verwenden zu können, aber das wird noch ausgebaut werden. Das Einzige für PC, was es bis jetzt in der Richtung gibt, kostet für beide Richtungen (DE-SL + SL-DE) zusammen 140€. Da muss doch eine Alternative her…
Gedächtnis wie n Fisch?
Das hab ich auch in dem speziellen Slovar von Alcessa gefunden. Dachte es wär was für hier.
Im Deutschen sagt man ja eigentlich „Gedächtnis wie ein Sieb“, im Slowenischen also „… wie n Fisch“ und wie stehts mit Polnisch und Russisch?
Hausschuhe Folge 1800
Und noch einmal was zu den Hausschuhgewohnheiten in Slowenien.
Heute haben wir in der Schule das Verb für „sich die Schuhe ausziehen“ gelernt: „SEZUTI SE“. Wer hat den Bitte ein eigenes Verb für sowas? Fürs anziehen gibts natürlich auch noch eins. Das hatten wir aber schon länger … bei den Klottenzeugs. Heute gings kam das aber speziell in dem Zusammenhang mit der Gewohnheit vor.
-
Archive
- April 2009 (1)
- September 2008 (1)
- Juni 2008 (1)
- Mai 2008 (1)
- Februar 2008 (2)
- Januar 2008 (1)
- Dezember 2007 (2)
- November 2007 (1)
- Oktober 2007 (3)
- September 2007 (3)
- August 2007 (3)
- Juli 2007 (1)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed




