Hochpolnisch
Ziemlich überrascht war ich, als ich in einem Buch über deutsche und polnische Aussprache las, dass das beste Polnisch (also ohne irgendwelche Einfärbung/Dialekte) hier in Breslau gesprochen wird.
Wie ist es bei euch: wo spricht man das beste/reinste [Russisch/Slowenisch]?
Falsche Freunde #1
Nein, dass ist kein Post über das böse Leben mit Leuten die einem Übles wollen. Mein Englischlehrer hat so immer die Worte bezeichnet, die den Deutschen zu falschen Gedanken verleiten (z.B. to become = bekommen).
Es gibt sowas schon für Slaven untereinander. Aber wir Deutschen sind ja keine Slaven. So dachte ich mir es wäre nett so ne Reihe hier zu starten. (Hab ne extra Kategorie angelegt.) Erst wollte ich das auf unserm Blog machen, dachte dann aber, dass es da ja Leute wie Alcessa gibt, die darin viel erfahrener sein dürften.
Inspiriert, erinnert … wie auch immer … wurde ich von einer Werbung beim Milijonar gucken (… wo bei dieser Ausgabe (29.11.) zu meiner Verwunderung meinem Entsetzen die Hälfte der Slowenen Anwesenden nicht wusste wann die slowenische Unabhängigkeit offiziell gefeiert wird. Nachtrag: Offensichtlich war ich nicht der einzige der sich gewundert hat.).
Hier also der erste falsche slowenische Freund an den ich mich erinnern kann:
#1 (Slo-Deu): šminka = Schminke Lippenstift
P.S.: Wenn ihr die Serie fortsetzt, wäre es nett wenn ihr nach Möglichkeit noch ein paar Worte dazu schreibt. Vielleicht können wir für die Übersichtlichkeit später eine eigene Seite einrichten … wenn wir ein bisschen was zusammen haben.
Schwäbisch und Russisch
Eben haben in der Küche zwei Kommilitoninnen Russisch geübt. Dabei habe ich einen äußerst interessanten Ausdruck aufgeschnappt, der irgendwie schwäbisch klingt.
Zur Erläuterung gibt es erstmal einen Link auf ein Schwäbisch-Englisch-Wörterbuch, aus dem auch für Nichtschwaben ersichtlich ist, wie man minderwertigen Krempel auf schwäbisch zutreffend bezeichnet: Glomp.
Eine häufige Steigerungsform im Schwäbischen ist der Prefix Sau- . Zusammengesetzt ergibt dies das schwäbische Wort Sauglomp. (z.B. „Des Sauglomp fonkzioniert au nia“ -> „Dieses Gerät, von dessen Qualität ich nicht gerade überzeugt bin, verweigert mal wieder seinen Dienst.“)
Und eben habe ich gelernt, dass sich solche Dinge in Russland grundsätzlich um die Ecke befinden
Kuddelmuddel
Lang nix mehr hier gepostet. Das folgende hab ich für euch ausgekrammt, weil wir den gleichen Text heute im Kurs auf Slowenisch hatten … zum wach werden.
Hier ist der Artikel auf Deutsch … quasi zum Aufwärmen für alle Nicht-Slowenen der Verslavenfreunde.
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das eznige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.
cooler Link
habe auf der Suche nach etwas über polnische Syntax etwas interessantes gefunden:
Ein Wikibook über „falsche Freunde des Slavisten“
Ist bestimmt für alle hier anwesenden ganz interessant
Fremdsprachen
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Dieses Zitat habe ich heute auf einer Art „Weisheiten-Kalender“ einer Kollegin gesehen. Fand den Ausspruch irgendwie recht nett. Hier noch ein paar Links zu T.Wilder bei Wikipedia: |
Jeder schön für sich!
Ich rede von Satzteilen im Slowenischen. Da bin ich gerade drüber gestolpert.
Hab in meiner neu erstandenen slowenischen Bibel gelesen und dachte „Halt mal. Was ist das denn?“ Da stand …
Tedaj je odšlo deset Jožefovih bratov, da bi nakupili žita v Egiptu.
Was ich nicht gerafft hab, war dass da erst – wie gewohnt – im Genetiv Einzahl (je odšlo deset) gezählt wird und es dann aber mit „normalen“ Plural (bi nakupili) weitergeht.
Nicht verzagen, Ute fragen. Die sagt „Stimmt schon. Hat mir … neulich erklärt …“.
Ist das bei euch anderen Slawen auch so?
Better late than never ;-)
Privet,
hier kommt nun der Versuch, unsere Grammatik-sessions ins Rollen zu bringen. Dachte, wir könnten ja mal mit dem Genus des Substantivs beginnen. Hab einfach mal wieder eine Tabelle erstellt, die Ihr dann ergänzen könnt, ok? Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr ja außerdem raten, was die Russkij-Wörter bedeuten.
Liebe Grüße,
Mellytschka
| Russisch | Slowenisch | Polnisch | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mas ku li na |
endungslos auf harten oder weichen (-’ oder -j) Konsonant im Stammauslaut |
stol gorod den‘ muzej |
keine spezielle Endung | stol muzej dan Ausnahmen, wie z.B. avto |
. | . |
| Fe mi ni na |
-a - (i)ja einzelne auf -’ |
karta derevnja familija noč‘ |
-a -ost -ev |
karta miza nevarnost rešitev Ausnahmen, wie z.B. noč |
. | . |
| Neu tra |
- o - (i)e - ё |
slovo morje sdanije bel’ё |
-e -o |
slovo morje Ausnahmen fallen mir gerade keine ein, aber es gibt sie sicher… |
. | . |
Babys erkennen Fremdsprache an der Mimik
Forscher in den USA wollen herausgefunden haben, dass Babys in den ersten Monaten anhand der Mimik des Sprechers herausfinden können, ob dieser in der eigenen Sprache oder einer Fremdsprache redet. Echt faszinierend. Bei einsprachig aufwachsenden Babys ist diese Fähigkeit nach 8 Monaten verschwunden, bei zweisprachig aufwachsenden bleibt sie länger erhalten. Link zum Artikel
Primož Trubar
Ich habe 2005 auf dem Sprachkurs in Portorož einen Artikel über Primož Trubar geschrieben, über den ich heute wieder gestolpert bin. Ich habe mir gedacht, ich könnte ihn eigentlich auch veröffentlichen. Auf meiner Homepage steht der Artikel auch auf Slowenisch zur Verfügung, in Kürze auch auf Englisch. Im Folgenden die deutsche Übersetzung:
Primož Trubar war ein sehr bedeutender Mensch für die slowenische Sprache und Kultur. Er hat nämlich das erste Buch in slowenischer Sprache, sowie die erste slowenische Rechtschreibung herausgegeben. Heute wissen wir, dass auch noch ältere Dokumente in slowenischer Sprache existieren, Trubar kannte diese jedoch nicht und sie sind auch nicht so bedeutend für die slowenische Sprache wie Trubars Arbeit. Mit seiner Arbeit wollte es Trubar Anderen ermöglichen, auf slowenisch zu schreiben und dass sie so auch leichter Lesen und Schreiben lernen konnten. Es gab zuvor auch kein Hoch-Slowenisch, sondern nur Dialekte. Trubar hatte klare Ziele mit seinem Werk.
Primož Trubar wurde vermutlich am 8. Juni 1508 in Raščica in Unterkrain geboren. Als er 12 Jahre alt war, besuchte er die Klosterschule in Reka. Später ging er 2 Jahre lang in Salzburg zur Schule, während der Zeit verdiente er etwas Geld als Kirchensänger. Danach arbeitete er in Triest als persönlicher Angestellter des Triester Bischofs und abermals als Sänger in der Kirche. Im Alter von nur 19 Jahren begann Trubar als Pfarrer in Loka bei Zidani Most zu arbeiten. Später ging er nach Wien, um dort abermals zu studieren. Nach dem Studium nahm er wieder eine Stelle als Pfarrer in Laško an.
In Laško fing er an, während der Messen humanistische Lehren zu verbreiten. Dies kam in der Gemeinde gar nicht an, weswegen er gezwungen war, seinen Wirkungskreis nach Ljubljana zu verlegen. Dort fing er an, die Lehren Luthers zu besprechen, was auf Missfallen beim Staatsoberhaupt fiel. Trubar musste wieder nach Triest.
1548 begab er sich nach Deutschland, weil er der Überzeugung war, dass die Verbreitung reformatorischer Lehren leichter wäre, wenn es Bücher in slowenischer Sprache gäbe.
Zuerst gab er einen slowenischen Katechismus heraus und ein Jahr später das „abecedarium“, die erste slowenische Rechtschreibung. Mit diesen Büchern wollte er den Slowenen das Erlernen von Lesen und Schreiben erleichtern. Zudem war es für Trubar mit diesen Büchern einfacher, seine Lehren den Slowenen mitzuteilen während er in Deutschland war. Trubar war also der Vater der slowenischen Literatur, obwohl das nicht sein Ziel war. Die ersten seiner Werke (nämlich den Katechismus und das „abecedarium“) bezahlte Trubar aus eigener Tasche und gab sie kostenlos heraus.
Später gab Trubar geistliche Bücher heraus. Zudem übersetzte er das Neue Testament ins Slowenische. Er half auch bei der Herausgabe kroatischer Bücher und war im Kontakt mit den Anhängern Zwinglis in der Schweiz.
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