Grammatika?
Hey Leute,
erinnert Ihr Euch dran, dass wir vor grauen Urzeiten irgendwann mal so’ne Grammatik-session einleiten wollten? Hättet Ihr noch Zeit und Lust dazu? Denn bei mir sieht’s nun so aus, dass ich es genieße, wieder Kapazitäten frei zu haben, um mich mehr dem Russischen zu widmen (hab mir heut mal 2 Russkij-DVDs zugelegt, um wieder reinzukommen
). Also, wenn Ihr noch Bock hättet, fänd ich’s klasse, „unsere“ verslavenen Sprachen jetzt dann mal systematisch durchzuackern. Na?
Perez
Hm, witzig, der biblische Name Perez bedeutet „Durchbruch“ (1. Mose 38,29).
Im Russischen hingegen bedeutet perez sowohl Pfeffer als auch Paprika.
Hat das Wort perez im Polnischen oder Slowenischen vielleicht noch irgendwelche Bedeutungen?
Schnapszahl
Also ich wüsste jetzt auch nicht wie man Schnapszahl auf Englisch sagt … und auch nicht auf Slowenisch, Polnisch oder Russisch.
Der perfekte Grund mal wieder hier was zu posten …
Nat-Cast
ich hör immer den Podcast vom Computerclub2, der letztens einen Podcast-Preis gewonnen hat. Unter den Nominierten befand sich auch eine gewisse Natalia Danilova, die einen Podcast zum Sprache lernen produziert. Habe den Verdacht, dass man da schon anhand des Vornamens erraten kann, woher die kommt. Die Auflösung gibt’s hier:
Gedächtnis wie n Fisch?
Das hab ich auch in dem speziellen Slovar von Alcessa gefunden. Dachte es wär was für hier.
Im Deutschen sagt man ja eigentlich „Gedächtnis wie ein Sieb“, im Slowenischen also „… wie n Fisch“ und wie stehts mit Polnisch und Russisch?
Hausschuhe Folge 1800
Und noch einmal was zu den Hausschuhgewohnheiten in Slowenien.
Heute haben wir in der Schule das Verb für „sich die Schuhe ausziehen“ gelernt: „SEZUTI SE“. Wer hat den Bitte ein eigenes Verb für sowas? Fürs anziehen gibts natürlich auch noch eins. Das hatten wir aber schon länger … bei den Klottenzeugs. Heute gings kam das aber speziell in dem Zusammenhang mit der Gewohnheit vor.
Zur Kartoffel…
Melly hat es also richtig erraten – Kartoffel haben heißt auf Slowenisch ganz einfach Glückspilz sein. Ich habe eine slowenische Seite gefunden, die die Herkunft des Ausdruckes erklärt (auf Slowenisch).
Demnach kommt die Phrase aus der Zeit der k.u.k.-Monarchie, als Kartoffelfelder von Bauern vernichtet wurden, weil sie was gegen diese neue Pflanze hatten, zu derer Anbau man sie verpflichtet hatte. So hieß es, die Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee “hatten Kartoffel”, weil sie die Kartoffelfelder vor den Bauern bewachen mussten, anstatt an lebensgefährlichen Kämpfen beteiligt zu sein.
Der Ausdruck mag sich auch deswegen erhalten haben, weil Kartoffelbesitzer weniger unter Hungersnöten litten als Kartoffelgegner…
Also, ich mag krompir sehr, vor allem bio krompir. Heute habe ich sie mit kislo zelje zubereitet (typisch deutsch, sagen da manche, oder?)
Habt ihr auch ne Kartoffel?
… bzw. wisst ihr überhaupt was das bedeuten soll. Ich fands ziemlich komisch und lustig.
Die deutsche Variante ist aber auch nicht besser … obwohl sie zwecks Essgewohnheiten eigentlich auch hier passen würd, oder?
Viel Spaß beim Rätseln!
Lebensgefahr?
Liebe Mitslaven, eine einfache Frage hätte ich: bis vor kurzem habe ich den deutschen Begriff Lebensgefahr stets mit slowenisch Lebensgefahr (življenjska nevarnost) übersetzt. Bis ich dann aufgeklärt wurde, das hieße auf Slowenisch „Todesgefahr“ (smrtna nevarnost).
Zugegeben, ich weiß nicht so recht, wie es wirklich heißt (an Wörterbücher glaub ich manchmal nicht) – was sagen denn eure Slawen dazu?
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